
Nürnberg
Bärenschanzstraße 72, 90429 Nürnberg, Deutschland
Memorium Nürnberger Prozesse | Tickets & Öffnungszeiten
Das Memorium Nürnberger Prozesse liegt am historischen Gerichtsort im Nürnberger Justizgebäude in der Bärenschanzstraße 72 und verbindet seit seiner Eröffnung am 21. November 2010 eine dokumentarische Dauerausstellung mit dem authentischen Saal 600. Inhaltlich erinnert das Haus an den Hauptkriegsverbrecherprozess von 1945/46 sowie an die Nürnberger Nachfolgeprozesse von 1946 bis 1949 und macht damit einen Ort sichtbar, an dem sich Geschichte, Recht und Erinnerung unmittelbar überlagern. Wer das Memorium besucht, betritt keinen abstrakten Museumsraum, sondern einen authentischen Schauplatz, an dem die Wirkung der Nürnberger Prozesse bis in die Gegenwart nachvollziehbar bleibt. Genau diese Verbindung aus Originalort, historischer Einordnung und moderner Vermittlung macht den Reiz des Hauses aus. Das Memorium ist zugleich ein Ort für Ausstellungen, Führungen, digitale Angebote und Veranstaltungen, die das Thema Nürnberg, Völkerrecht und Verantwortung aus unterschiedlichen Blickwinkeln erschließen. ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/))
Öffnungszeiten, Tickets und Eintrittspreise
Für Besucherinnen und Besucher sind die offiziellen Zeiten der erste wichtige Planungsfaktor. In der Saison vom 1. April bis 31. Oktober 2026 ist das Memorium montags von 9 bis 18 Uhr, mittwochs bis freitags ebenfalls von 9 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet; dienstags bleibt das Haus geschlossen. Vom 1. November 2026 bis 31. März 2027 gelten mittwochs bis montags Öffnungszeiten von 10 bis 18 Uhr, ebenfalls mit geschlossenem Dienstag. Damit ist das Museum besonders gut für einen Tagesbesuch in Nürnberg planbar, sollte aber wegen des letzten Einlasses rechtzeitig angesteuert werden. Die offizielle Empfehlung lautet, dass Einzelbesucherinnen und -besucher spätestens um 17.45 Uhr kommen sollten, Gruppen spätestens um 17.30 Uhr. Wer also entspannt durch die Ausstellung gehen und auch den Saal 600 möglichst mitnehmen möchte, sollte nicht bis zum Feierabend warten. ([museums.nuernberg.de](https://museums.nuernberg.de/memorium-nuremberg-trials/visitor-information/hours/?utm_source=openai))
Auch beim Ticketkauf gibt es klare Regeln. Erwachsene zahlen 7,50 Euro, ermäßigt kostet der Eintritt 2,50 Euro; Schüler im Klassenverband und Integrationskurse zahlen 2,00 Euro pro Person, ebenso Inhaberinnen und Inhaber von Nürnberg-Pass, Fürth-Pass, Erlangen-Pass und Schwabach-Pass. Gruppen ab 15 Personen zahlen 7,00 Euro pro Person, außerdem gibt es eine Kleingruppenkarte für einen Erwachsenen mit bis zu drei Kindern unter 18 Jahren für 8,00 Euro. Wer sich für mehrere Museen der Stadt Nürnberg interessiert, kann die Tageskarte gegen einen Aufpreis von 4,00 Euro nutzen und damit am selben Tag weitere Häuser des Verbunds besuchen. Online-Tickets sind möglich, allerdings fällt eine Servicegebühr von 10 Prozent an; die Tickets sind von Stornierung, Rücknahme und Umtausch ausgeschlossen. Für Gruppen ab 10 Personen und Schulklassen ist Online-Ticketing nicht vorgesehen, hier soll die Buchung direkt über das Memorium erfolgen. ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/besucherinformation/eintrittspreise))
Saal 600, Nürnberger Prozesse und Dauerausstellung
Der historische Kern des Memoriums ist der Saal 600, in dem vom 20. November 1945 bis zum 1. Oktober 1946 führende Vertreter des nationalsozialistischen Regimes vor dem Internationalen Militärgerichtshof standen. Der Hauptkriegsverbrecherprozess dauerte 218 Verhandlungstage, und der Ort gewann damit weltgeschichtliche Bedeutung. Das Memorium beschränkt sich jedoch nicht auf diesen ersten Prozess. Es zeigt auch die zwölf Nürnberger Nachfolgeprozesse, die von 1946 bis 1949 stattfanden, und ordnet sie in die Entwicklung des modernen Völkerstrafrechts ein. Damit wird der Besuch zu einer Reise durch die juristische und moralische Auseinandersetzung mit NS-Verbrechen, die weit über den Nürnberger Justizpalast hinausweist. Besonders wichtig für die heutige Besuchserfahrung ist, dass der Saal 600 seit dem 1. März 2020 nicht mehr für Gerichtsverhandlungen genutzt wird. Dadurch kann er deutlich häufiger besichtigt werden, auch wenn er wegen Veranstaltungen oder Sonderterminen weiterhin zeitweise geschlossen sein kann. ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/))
Die Dauerausstellung folgt bewusst einem dokumentarischen Konzept. Sie verzichtet weitgehend auf klassische Objektinszenierungen und setzt stattdessen auf eine sachliche, quellengesättigte Darstellung, die Besucherinnen und Besucher zu einer eigenen Urteilsbildung einlädt. Ausgestellt sind unter anderem zwei Teile der originalen Anklagebank, eine Kiste zum Transport von Dokumenten sowie der historische Schaltschrank für die Saalbeleuchtung. Hinzu kommen originale Film- und Tonaufnahmen, Medien- und Informationsterminals sowie der Saal 600 selbst als wichtigstes Exponat. Thematisch führt die Ausstellung von der Prozessgeschichte über die Nachfolgeprozesse bis zum Erbe von Nürnberg und zum Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Wer das Memorium besucht, sieht also nicht nur einzelne Dokumente, sondern ein sorgfältig aufgebautes historisches Narrativ, das den Prozessverlauf, die Folgen und die juristische Wirkungsgeschichte verständlich macht. ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/dauerausstellung/die-dauerausstellung-des-memoriums-nuernberger-prozesse))
Adresse, Anfahrt, Parken und Barrierefreiheit
Die Adresse des Memoriums ist leicht zu merken und für die Navigation eindeutig: Bärenschanzstraße 72, 90429 Nürnberg. Die nächste U-Bahn-Haltestelle ist Bärenschanze auf der Linie U1, was den Besuch mit dem Nahverkehr besonders unkompliziert macht. Offiziell empfiehlt das Haus die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, weil es keine eigenen Besucherparkplätze gibt. Für Busse sind vor dem Hauptgebäude des Justizpalastes zwar drei Stellplätze vorgesehen, für PKW bestehen aber nur eingeschränkte Parkmöglichkeiten in den Seitenstraßen rund um das Justizgebäude. Gerade bei stärker frequentierten Besuchszeiten ist daher die U-Bahn oft die entspanntere Lösung. Wer mit dem Auto kommt, sollte also nicht mit einem großen Parkplatz direkt am Eingang rechnen, sondern die Anreise im Vorfeld entsprechend planen. ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/besucherinformation/adresse-anfahrt/))
Barrierefreiheit ist im Memorium ausdrücklich mitgedacht. Die Ausstellung ist barrierefrei besichtigbar, es gibt einen Personenaufzug und eine Toilette für Menschen mit Behinderung. Das Memorium ist zudem mit dem Zertifikat "barrierefrei" ausgezeichnet und von "Reisen für Alle" geprüft. Für gehörlose und schwerhörige Gäste steht ein Videoguide mit gebärdeten und untertitelten Beiträgen zur Verfügung, für blinde und sehbehinderte Besucherinnen und Besucher gibt es die Führung "Hören – Fühlen – Erfassen". Praktisch für den Rundgang sind auch die Schließfächer im Eingangsbereich und im Treppenhaus im zweiten Stock. Einen gastronomischen Betrieb gibt es im Haus derzeit nicht; in Laufweite finden sich jedoch verschiedene Imbisse und Cafés. Wer eine ruhige, gut organisierte Besichtigung schätzt, findet hier also einen historisch dichten Ort, der zugleich auf unterschiedliche Besuchsbedürfnisse vorbereitet ist. ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/))
Führungen, Mediaguide und digitale Angebote
Das Memorium setzt stark auf Vermittlung durch Führungen. Regelmäßig finden öffentliche Führungen statt, derzeit am Samstag um 11 Uhr und um 12.30 Uhr sowie am Sonntag um 14 Uhr. Darüber hinaus gibt es einen englischsprachigen Rundgang, einen Rundgang mit historischem Fokus auf das Justizgebäude und die Nürnberger Prozesse sowie barrierearme Führungen in leicht verständlicher Sprache. Die öffentliche Führung stellt Nürnberg und das Justizgebäude als historischen Gerichtsort vor, spannt den Bogen über den Nürnberger Prozess bis hin zum Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag und sollte, wie bei vielen Veranstaltungen, mit etwas Puffer besucht werden. Für Gruppen empfiehlt das Haus eine Reservierung mindestens drei Wochen im Voraus. Wer also mit mehreren Personen reist oder den Besuch in ein Bildungsprogramm integrieren möchte, sollte die Führung frühzeitig fest einplanen. ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/angebote/fuehrungen/))
Auch digital ist das Memorium gut aufgestellt. Der Mediaguide ist Teil der kostenlosen Museumsapp "Memorium Nuremberg Trials" und ergänzt den Rundgang durch weitere Informationen direkt auf dem Smartphone. Zusätzlich verweist das Haus auf ein Serious Game mit dem Titel Tribunal 45, das die Dauerausstellung erweitert. Diese digitalen Angebote sind für viele Gäste ein Pluspunkt, weil sie die Ausstellung nicht nur erklären, sondern auch vertiefen und personalisieren. Gerade bei einem historischen Thema wie den Nürnberger Prozessen ist das hilfreich, weil der Rundgang dadurch inhaltlich sehr vielschichtig wird, ohne unübersichtlich zu wirken. Wer das Haus ohne geführte Gruppe besucht, kann sich mit diesen Medien dennoch gut orientieren und einzelne Themenbereiche in eigenem Tempo erschließen. Das macht das Memorium sowohl für Erstbesuche als auch für vertiefende Wiederholungsbesuche attraktiv. ([museums.nuernberg.de](https://museums.nuernberg.de/memorium-nuremberg-trials/educational-services/services-individual-visitors?utm_source=openai))
Cube 600, Wechselausstellungen und Veranstaltungen
Zum Memorium gehört heute mehr als nur der historische Gerichtssaal. Mit dem Cube 600 hat das Haus gegenüber des Memoriums auf dem Gelände einer ehemaligen Kfz-Werkstatt einen zusätzlichen Ausstellungsort erhalten. Das Gebäude wurde im Stil eines White Cube instandgesetzt und schafft Raum für Wechsel- und Wanderausstellungen sowie für besondere Projekte und Veranstaltungen. Für die Besuchsplanung ist das interessant, weil der Schwerpunkt dort auf zeitlich begrenzten Themen liegt, die das historische Kernangebot sinnvoll ergänzen. Der Cube 600 ist damit kein bloßer Anbau, sondern ein flexibler Ort, an dem das Memorium aktuelle Debatten, Erinnerungsfragen und historische Perspektiven in wechselnden Formaten sichtbar macht. Der Raum bleibt zudem vorübergehend als Interimslösung in Nutzung, bis ein geplantes Besucherzentrum realisiert wird. ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/das-memorium/cube-600))
Aktuell weist die Website für den Sommer und Herbst 2026 die Ausstellung "Der Volksgerichtshof 1934-1945. Terror durch 'Recht'" aus, die vom 13. Mai bis 27. September 2026 gezeigt wird. Das passt zum Profil des Hauses, das immer wieder mit Veranstaltungsreihen, Vorträgen und historischen Themen aufwartet. Die offizielle Website führt außerdem ältere Wechselausstellungen im Cube 600 auf, etwa zu Fritz Bauer, Albert Speer, Rechtsterrorismus oder den Nürnberger Prozessen selbst. Wer nach Fotos sucht, wird im Pressebereich fündig: Dort stellt das Memorium historische und aktuelle Fotografien des Schwurgerichtssaals und der Ausstellung bereit. Für redaktionelle oder wissenschaftliche Nutzung ist das besonders praktisch, weil die Bildauswahl eng an den Themen des Hauses orientiert ist. So wird aus dem Besuch nicht nur ein Erinnerungsort, sondern auch ein Ort der Recherche und der aktuellen Auseinandersetzung mit Geschichte. ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/?utm_source=openai))
Besuchstipps, Dauer und praktische Hinweise
Wer das Memorium zum ersten Mal besucht, sollte die eigene Zeit realistisch planen. Die offizielle Besuchsinformation nennt für die Ausstellung eine Dauer von etwa eineinhalb bis zwei Stunden. Das ist ein guter Richtwert, wenn man die Dauerausstellung in Ruhe sehen, den Saal 600 mitnehmen und vielleicht noch den Mediaguide nutzen möchte. Besonders hilfreich ist außerdem die Empfehlung, den Besuch nicht zu spät am Tag zu beginnen, weil der letzte Einlass schon kurz vor Ende der Öffnungszeit liegt. Für Familien gilt: Das Memorium empfiehlt den Besuch grundsätzlich für Kinder ab 14 Jahren, nennt aber keine feste Altersgrenze. Eltern entscheiden also selbst, ob das Thema und die Form der Vermittlung schon passend sind. Für Schulklassen und Gruppen ist eine frühzeitige Abstimmung ohnehin sinnvoll, weil größere Gruppen sich vorab anmelden sollen und die Führungen nicht spontan gebucht werden sollten. ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/besucherinformation/rund-um-ihren-ausstellungsbesuch/?utm_source=openai))
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die inhaltliche Vorbereitung. Das Memorium weist ausdrücklich darauf hin, dass es bis auf wenige Ausnahmen keine originalen Unterlagen aus den Nürnberger Prozessen besitzt. Das Prozessarchiv des Internationalen Militärgerichtshofs befindet sich im Friedenspalast in Den Haag, die Unterlagen der Nürnberger Nachfolgeprozesse liegen in den National Archives der USA in College Park, Maryland. Wer sich also für Quellenarbeit interessiert, sollte das Memorium als didaktischen und historischen Erinnerungsort verstehen, nicht als Archiv im engeren Sinn. Gerade darin liegt aber seine Stärke: Es macht die Geschichte am authentischen Ort zugänglich und bietet zugleich Orientierung, Einordnung und mediale Vermittlung. Wer dazu noch Bilder, Leitungskontakte oder aktuelle Themen sucht, findet im offiziellen Presse- und Kontaktbereich verlässliche Informationen. Dort ist auch Nina Lutz M.A. als Leitung des Memoriums genannt. So entsteht ein klarer, gut organisierter Besuch, der sich gleichermaßen für geschichtlich Interessierte, Lehrkräfte, Gruppen und Einzelgäste eignet. ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/besucherinformation/oeffnungszeiten))
Quellen:
- Memorium Nürnberger Prozesse - Offizielle Website ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/))
- Öffnungszeiten | Memorium Nürnberger Prozesse ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/besucherinformation/oeffnungszeiten))
- Eintrittspreise | Memorium Nürnberger Prozesse ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/besucherinformation/eintrittspreise))
- Adresse und Anfahrt | Memorium Nürnberger Prozesse ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/besucherinformation/adresse-anfahrt/))
- Öffentliche Führungen | Memorium Nürnberger Prozesse ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/angebote/fuehrungen/))
- Wechselausstellungen im Cube 600 | Memorium Nürnberger Prozesse ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/das-memorium/cube-600))
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Memorium Nürnberger Prozesse | Tickets & Öffnungszeiten
Das Memorium Nürnberger Prozesse liegt am historischen Gerichtsort im Nürnberger Justizgebäude in der Bärenschanzstraße 72 und verbindet seit seiner Eröffnung am 21. November 2010 eine dokumentarische Dauerausstellung mit dem authentischen Saal 600. Inhaltlich erinnert das Haus an den Hauptkriegsverbrecherprozess von 1945/46 sowie an die Nürnberger Nachfolgeprozesse von 1946 bis 1949 und macht damit einen Ort sichtbar, an dem sich Geschichte, Recht und Erinnerung unmittelbar überlagern. Wer das Memorium besucht, betritt keinen abstrakten Museumsraum, sondern einen authentischen Schauplatz, an dem die Wirkung der Nürnberger Prozesse bis in die Gegenwart nachvollziehbar bleibt. Genau diese Verbindung aus Originalort, historischer Einordnung und moderner Vermittlung macht den Reiz des Hauses aus. Das Memorium ist zugleich ein Ort für Ausstellungen, Führungen, digitale Angebote und Veranstaltungen, die das Thema Nürnberg, Völkerrecht und Verantwortung aus unterschiedlichen Blickwinkeln erschließen. ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/))
Öffnungszeiten, Tickets und Eintrittspreise
Für Besucherinnen und Besucher sind die offiziellen Zeiten der erste wichtige Planungsfaktor. In der Saison vom 1. April bis 31. Oktober 2026 ist das Memorium montags von 9 bis 18 Uhr, mittwochs bis freitags ebenfalls von 9 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet; dienstags bleibt das Haus geschlossen. Vom 1. November 2026 bis 31. März 2027 gelten mittwochs bis montags Öffnungszeiten von 10 bis 18 Uhr, ebenfalls mit geschlossenem Dienstag. Damit ist das Museum besonders gut für einen Tagesbesuch in Nürnberg planbar, sollte aber wegen des letzten Einlasses rechtzeitig angesteuert werden. Die offizielle Empfehlung lautet, dass Einzelbesucherinnen und -besucher spätestens um 17.45 Uhr kommen sollten, Gruppen spätestens um 17.30 Uhr. Wer also entspannt durch die Ausstellung gehen und auch den Saal 600 möglichst mitnehmen möchte, sollte nicht bis zum Feierabend warten. ([museums.nuernberg.de](https://museums.nuernberg.de/memorium-nuremberg-trials/visitor-information/hours/?utm_source=openai))
Auch beim Ticketkauf gibt es klare Regeln. Erwachsene zahlen 7,50 Euro, ermäßigt kostet der Eintritt 2,50 Euro; Schüler im Klassenverband und Integrationskurse zahlen 2,00 Euro pro Person, ebenso Inhaberinnen und Inhaber von Nürnberg-Pass, Fürth-Pass, Erlangen-Pass und Schwabach-Pass. Gruppen ab 15 Personen zahlen 7,00 Euro pro Person, außerdem gibt es eine Kleingruppenkarte für einen Erwachsenen mit bis zu drei Kindern unter 18 Jahren für 8,00 Euro. Wer sich für mehrere Museen der Stadt Nürnberg interessiert, kann die Tageskarte gegen einen Aufpreis von 4,00 Euro nutzen und damit am selben Tag weitere Häuser des Verbunds besuchen. Online-Tickets sind möglich, allerdings fällt eine Servicegebühr von 10 Prozent an; die Tickets sind von Stornierung, Rücknahme und Umtausch ausgeschlossen. Für Gruppen ab 10 Personen und Schulklassen ist Online-Ticketing nicht vorgesehen, hier soll die Buchung direkt über das Memorium erfolgen. ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/besucherinformation/eintrittspreise))
Saal 600, Nürnberger Prozesse und Dauerausstellung
Der historische Kern des Memoriums ist der Saal 600, in dem vom 20. November 1945 bis zum 1. Oktober 1946 führende Vertreter des nationalsozialistischen Regimes vor dem Internationalen Militärgerichtshof standen. Der Hauptkriegsverbrecherprozess dauerte 218 Verhandlungstage, und der Ort gewann damit weltgeschichtliche Bedeutung. Das Memorium beschränkt sich jedoch nicht auf diesen ersten Prozess. Es zeigt auch die zwölf Nürnberger Nachfolgeprozesse, die von 1946 bis 1949 stattfanden, und ordnet sie in die Entwicklung des modernen Völkerstrafrechts ein. Damit wird der Besuch zu einer Reise durch die juristische und moralische Auseinandersetzung mit NS-Verbrechen, die weit über den Nürnberger Justizpalast hinausweist. Besonders wichtig für die heutige Besuchserfahrung ist, dass der Saal 600 seit dem 1. März 2020 nicht mehr für Gerichtsverhandlungen genutzt wird. Dadurch kann er deutlich häufiger besichtigt werden, auch wenn er wegen Veranstaltungen oder Sonderterminen weiterhin zeitweise geschlossen sein kann. ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/))
Die Dauerausstellung folgt bewusst einem dokumentarischen Konzept. Sie verzichtet weitgehend auf klassische Objektinszenierungen und setzt stattdessen auf eine sachliche, quellengesättigte Darstellung, die Besucherinnen und Besucher zu einer eigenen Urteilsbildung einlädt. Ausgestellt sind unter anderem zwei Teile der originalen Anklagebank, eine Kiste zum Transport von Dokumenten sowie der historische Schaltschrank für die Saalbeleuchtung. Hinzu kommen originale Film- und Tonaufnahmen, Medien- und Informationsterminals sowie der Saal 600 selbst als wichtigstes Exponat. Thematisch führt die Ausstellung von der Prozessgeschichte über die Nachfolgeprozesse bis zum Erbe von Nürnberg und zum Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Wer das Memorium besucht, sieht also nicht nur einzelne Dokumente, sondern ein sorgfältig aufgebautes historisches Narrativ, das den Prozessverlauf, die Folgen und die juristische Wirkungsgeschichte verständlich macht. ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/dauerausstellung/die-dauerausstellung-des-memoriums-nuernberger-prozesse))
Adresse, Anfahrt, Parken und Barrierefreiheit
Die Adresse des Memoriums ist leicht zu merken und für die Navigation eindeutig: Bärenschanzstraße 72, 90429 Nürnberg. Die nächste U-Bahn-Haltestelle ist Bärenschanze auf der Linie U1, was den Besuch mit dem Nahverkehr besonders unkompliziert macht. Offiziell empfiehlt das Haus die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, weil es keine eigenen Besucherparkplätze gibt. Für Busse sind vor dem Hauptgebäude des Justizpalastes zwar drei Stellplätze vorgesehen, für PKW bestehen aber nur eingeschränkte Parkmöglichkeiten in den Seitenstraßen rund um das Justizgebäude. Gerade bei stärker frequentierten Besuchszeiten ist daher die U-Bahn oft die entspanntere Lösung. Wer mit dem Auto kommt, sollte also nicht mit einem großen Parkplatz direkt am Eingang rechnen, sondern die Anreise im Vorfeld entsprechend planen. ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/besucherinformation/adresse-anfahrt/))
Barrierefreiheit ist im Memorium ausdrücklich mitgedacht. Die Ausstellung ist barrierefrei besichtigbar, es gibt einen Personenaufzug und eine Toilette für Menschen mit Behinderung. Das Memorium ist zudem mit dem Zertifikat "barrierefrei" ausgezeichnet und von "Reisen für Alle" geprüft. Für gehörlose und schwerhörige Gäste steht ein Videoguide mit gebärdeten und untertitelten Beiträgen zur Verfügung, für blinde und sehbehinderte Besucherinnen und Besucher gibt es die Führung "Hören – Fühlen – Erfassen". Praktisch für den Rundgang sind auch die Schließfächer im Eingangsbereich und im Treppenhaus im zweiten Stock. Einen gastronomischen Betrieb gibt es im Haus derzeit nicht; in Laufweite finden sich jedoch verschiedene Imbisse und Cafés. Wer eine ruhige, gut organisierte Besichtigung schätzt, findet hier also einen historisch dichten Ort, der zugleich auf unterschiedliche Besuchsbedürfnisse vorbereitet ist. ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/))
Führungen, Mediaguide und digitale Angebote
Das Memorium setzt stark auf Vermittlung durch Führungen. Regelmäßig finden öffentliche Führungen statt, derzeit am Samstag um 11 Uhr und um 12.30 Uhr sowie am Sonntag um 14 Uhr. Darüber hinaus gibt es einen englischsprachigen Rundgang, einen Rundgang mit historischem Fokus auf das Justizgebäude und die Nürnberger Prozesse sowie barrierearme Führungen in leicht verständlicher Sprache. Die öffentliche Führung stellt Nürnberg und das Justizgebäude als historischen Gerichtsort vor, spannt den Bogen über den Nürnberger Prozess bis hin zum Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag und sollte, wie bei vielen Veranstaltungen, mit etwas Puffer besucht werden. Für Gruppen empfiehlt das Haus eine Reservierung mindestens drei Wochen im Voraus. Wer also mit mehreren Personen reist oder den Besuch in ein Bildungsprogramm integrieren möchte, sollte die Führung frühzeitig fest einplanen. ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/angebote/fuehrungen/))
Auch digital ist das Memorium gut aufgestellt. Der Mediaguide ist Teil der kostenlosen Museumsapp "Memorium Nuremberg Trials" und ergänzt den Rundgang durch weitere Informationen direkt auf dem Smartphone. Zusätzlich verweist das Haus auf ein Serious Game mit dem Titel Tribunal 45, das die Dauerausstellung erweitert. Diese digitalen Angebote sind für viele Gäste ein Pluspunkt, weil sie die Ausstellung nicht nur erklären, sondern auch vertiefen und personalisieren. Gerade bei einem historischen Thema wie den Nürnberger Prozessen ist das hilfreich, weil der Rundgang dadurch inhaltlich sehr vielschichtig wird, ohne unübersichtlich zu wirken. Wer das Haus ohne geführte Gruppe besucht, kann sich mit diesen Medien dennoch gut orientieren und einzelne Themenbereiche in eigenem Tempo erschließen. Das macht das Memorium sowohl für Erstbesuche als auch für vertiefende Wiederholungsbesuche attraktiv. ([museums.nuernberg.de](https://museums.nuernberg.de/memorium-nuremberg-trials/educational-services/services-individual-visitors?utm_source=openai))
Cube 600, Wechselausstellungen und Veranstaltungen
Zum Memorium gehört heute mehr als nur der historische Gerichtssaal. Mit dem Cube 600 hat das Haus gegenüber des Memoriums auf dem Gelände einer ehemaligen Kfz-Werkstatt einen zusätzlichen Ausstellungsort erhalten. Das Gebäude wurde im Stil eines White Cube instandgesetzt und schafft Raum für Wechsel- und Wanderausstellungen sowie für besondere Projekte und Veranstaltungen. Für die Besuchsplanung ist das interessant, weil der Schwerpunkt dort auf zeitlich begrenzten Themen liegt, die das historische Kernangebot sinnvoll ergänzen. Der Cube 600 ist damit kein bloßer Anbau, sondern ein flexibler Ort, an dem das Memorium aktuelle Debatten, Erinnerungsfragen und historische Perspektiven in wechselnden Formaten sichtbar macht. Der Raum bleibt zudem vorübergehend als Interimslösung in Nutzung, bis ein geplantes Besucherzentrum realisiert wird. ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/das-memorium/cube-600))
Aktuell weist die Website für den Sommer und Herbst 2026 die Ausstellung "Der Volksgerichtshof 1934-1945. Terror durch 'Recht'" aus, die vom 13. Mai bis 27. September 2026 gezeigt wird. Das passt zum Profil des Hauses, das immer wieder mit Veranstaltungsreihen, Vorträgen und historischen Themen aufwartet. Die offizielle Website führt außerdem ältere Wechselausstellungen im Cube 600 auf, etwa zu Fritz Bauer, Albert Speer, Rechtsterrorismus oder den Nürnberger Prozessen selbst. Wer nach Fotos sucht, wird im Pressebereich fündig: Dort stellt das Memorium historische und aktuelle Fotografien des Schwurgerichtssaals und der Ausstellung bereit. Für redaktionelle oder wissenschaftliche Nutzung ist das besonders praktisch, weil die Bildauswahl eng an den Themen des Hauses orientiert ist. So wird aus dem Besuch nicht nur ein Erinnerungsort, sondern auch ein Ort der Recherche und der aktuellen Auseinandersetzung mit Geschichte. ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/?utm_source=openai))
Besuchstipps, Dauer und praktische Hinweise
Wer das Memorium zum ersten Mal besucht, sollte die eigene Zeit realistisch planen. Die offizielle Besuchsinformation nennt für die Ausstellung eine Dauer von etwa eineinhalb bis zwei Stunden. Das ist ein guter Richtwert, wenn man die Dauerausstellung in Ruhe sehen, den Saal 600 mitnehmen und vielleicht noch den Mediaguide nutzen möchte. Besonders hilfreich ist außerdem die Empfehlung, den Besuch nicht zu spät am Tag zu beginnen, weil der letzte Einlass schon kurz vor Ende der Öffnungszeit liegt. Für Familien gilt: Das Memorium empfiehlt den Besuch grundsätzlich für Kinder ab 14 Jahren, nennt aber keine feste Altersgrenze. Eltern entscheiden also selbst, ob das Thema und die Form der Vermittlung schon passend sind. Für Schulklassen und Gruppen ist eine frühzeitige Abstimmung ohnehin sinnvoll, weil größere Gruppen sich vorab anmelden sollen und die Führungen nicht spontan gebucht werden sollten. ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/besucherinformation/rund-um-ihren-ausstellungsbesuch/?utm_source=openai))
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die inhaltliche Vorbereitung. Das Memorium weist ausdrücklich darauf hin, dass es bis auf wenige Ausnahmen keine originalen Unterlagen aus den Nürnberger Prozessen besitzt. Das Prozessarchiv des Internationalen Militärgerichtshofs befindet sich im Friedenspalast in Den Haag, die Unterlagen der Nürnberger Nachfolgeprozesse liegen in den National Archives der USA in College Park, Maryland. Wer sich also für Quellenarbeit interessiert, sollte das Memorium als didaktischen und historischen Erinnerungsort verstehen, nicht als Archiv im engeren Sinn. Gerade darin liegt aber seine Stärke: Es macht die Geschichte am authentischen Ort zugänglich und bietet zugleich Orientierung, Einordnung und mediale Vermittlung. Wer dazu noch Bilder, Leitungskontakte oder aktuelle Themen sucht, findet im offiziellen Presse- und Kontaktbereich verlässliche Informationen. Dort ist auch Nina Lutz M.A. als Leitung des Memoriums genannt. So entsteht ein klarer, gut organisierter Besuch, der sich gleichermaßen für geschichtlich Interessierte, Lehrkräfte, Gruppen und Einzelgäste eignet. ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/besucherinformation/oeffnungszeiten))
Quellen:
- Memorium Nürnberger Prozesse - Offizielle Website ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/))
- Öffnungszeiten | Memorium Nürnberger Prozesse ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/besucherinformation/oeffnungszeiten))
- Eintrittspreise | Memorium Nürnberger Prozesse ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/besucherinformation/eintrittspreise))
- Adresse und Anfahrt | Memorium Nürnberger Prozesse ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/besucherinformation/adresse-anfahrt/))
- Öffentliche Führungen | Memorium Nürnberger Prozesse ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/angebote/fuehrungen/))
- Wechselausstellungen im Cube 600 | Memorium Nürnberger Prozesse ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/das-memorium/cube-600))
Memorium Nürnberger Prozesse | Tickets & Öffnungszeiten
Das Memorium Nürnberger Prozesse liegt am historischen Gerichtsort im Nürnberger Justizgebäude in der Bärenschanzstraße 72 und verbindet seit seiner Eröffnung am 21. November 2010 eine dokumentarische Dauerausstellung mit dem authentischen Saal 600. Inhaltlich erinnert das Haus an den Hauptkriegsverbrecherprozess von 1945/46 sowie an die Nürnberger Nachfolgeprozesse von 1946 bis 1949 und macht damit einen Ort sichtbar, an dem sich Geschichte, Recht und Erinnerung unmittelbar überlagern. Wer das Memorium besucht, betritt keinen abstrakten Museumsraum, sondern einen authentischen Schauplatz, an dem die Wirkung der Nürnberger Prozesse bis in die Gegenwart nachvollziehbar bleibt. Genau diese Verbindung aus Originalort, historischer Einordnung und moderner Vermittlung macht den Reiz des Hauses aus. Das Memorium ist zugleich ein Ort für Ausstellungen, Führungen, digitale Angebote und Veranstaltungen, die das Thema Nürnberg, Völkerrecht und Verantwortung aus unterschiedlichen Blickwinkeln erschließen. ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/))
Öffnungszeiten, Tickets und Eintrittspreise
Für Besucherinnen und Besucher sind die offiziellen Zeiten der erste wichtige Planungsfaktor. In der Saison vom 1. April bis 31. Oktober 2026 ist das Memorium montags von 9 bis 18 Uhr, mittwochs bis freitags ebenfalls von 9 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet; dienstags bleibt das Haus geschlossen. Vom 1. November 2026 bis 31. März 2027 gelten mittwochs bis montags Öffnungszeiten von 10 bis 18 Uhr, ebenfalls mit geschlossenem Dienstag. Damit ist das Museum besonders gut für einen Tagesbesuch in Nürnberg planbar, sollte aber wegen des letzten Einlasses rechtzeitig angesteuert werden. Die offizielle Empfehlung lautet, dass Einzelbesucherinnen und -besucher spätestens um 17.45 Uhr kommen sollten, Gruppen spätestens um 17.30 Uhr. Wer also entspannt durch die Ausstellung gehen und auch den Saal 600 möglichst mitnehmen möchte, sollte nicht bis zum Feierabend warten. ([museums.nuernberg.de](https://museums.nuernberg.de/memorium-nuremberg-trials/visitor-information/hours/?utm_source=openai))
Auch beim Ticketkauf gibt es klare Regeln. Erwachsene zahlen 7,50 Euro, ermäßigt kostet der Eintritt 2,50 Euro; Schüler im Klassenverband und Integrationskurse zahlen 2,00 Euro pro Person, ebenso Inhaberinnen und Inhaber von Nürnberg-Pass, Fürth-Pass, Erlangen-Pass und Schwabach-Pass. Gruppen ab 15 Personen zahlen 7,00 Euro pro Person, außerdem gibt es eine Kleingruppenkarte für einen Erwachsenen mit bis zu drei Kindern unter 18 Jahren für 8,00 Euro. Wer sich für mehrere Museen der Stadt Nürnberg interessiert, kann die Tageskarte gegen einen Aufpreis von 4,00 Euro nutzen und damit am selben Tag weitere Häuser des Verbunds besuchen. Online-Tickets sind möglich, allerdings fällt eine Servicegebühr von 10 Prozent an; die Tickets sind von Stornierung, Rücknahme und Umtausch ausgeschlossen. Für Gruppen ab 10 Personen und Schulklassen ist Online-Ticketing nicht vorgesehen, hier soll die Buchung direkt über das Memorium erfolgen. ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/besucherinformation/eintrittspreise))
Saal 600, Nürnberger Prozesse und Dauerausstellung
Der historische Kern des Memoriums ist der Saal 600, in dem vom 20. November 1945 bis zum 1. Oktober 1946 führende Vertreter des nationalsozialistischen Regimes vor dem Internationalen Militärgerichtshof standen. Der Hauptkriegsverbrecherprozess dauerte 218 Verhandlungstage, und der Ort gewann damit weltgeschichtliche Bedeutung. Das Memorium beschränkt sich jedoch nicht auf diesen ersten Prozess. Es zeigt auch die zwölf Nürnberger Nachfolgeprozesse, die von 1946 bis 1949 stattfanden, und ordnet sie in die Entwicklung des modernen Völkerstrafrechts ein. Damit wird der Besuch zu einer Reise durch die juristische und moralische Auseinandersetzung mit NS-Verbrechen, die weit über den Nürnberger Justizpalast hinausweist. Besonders wichtig für die heutige Besuchserfahrung ist, dass der Saal 600 seit dem 1. März 2020 nicht mehr für Gerichtsverhandlungen genutzt wird. Dadurch kann er deutlich häufiger besichtigt werden, auch wenn er wegen Veranstaltungen oder Sonderterminen weiterhin zeitweise geschlossen sein kann. ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/))
Die Dauerausstellung folgt bewusst einem dokumentarischen Konzept. Sie verzichtet weitgehend auf klassische Objektinszenierungen und setzt stattdessen auf eine sachliche, quellengesättigte Darstellung, die Besucherinnen und Besucher zu einer eigenen Urteilsbildung einlädt. Ausgestellt sind unter anderem zwei Teile der originalen Anklagebank, eine Kiste zum Transport von Dokumenten sowie der historische Schaltschrank für die Saalbeleuchtung. Hinzu kommen originale Film- und Tonaufnahmen, Medien- und Informationsterminals sowie der Saal 600 selbst als wichtigstes Exponat. Thematisch führt die Ausstellung von der Prozessgeschichte über die Nachfolgeprozesse bis zum Erbe von Nürnberg und zum Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Wer das Memorium besucht, sieht also nicht nur einzelne Dokumente, sondern ein sorgfältig aufgebautes historisches Narrativ, das den Prozessverlauf, die Folgen und die juristische Wirkungsgeschichte verständlich macht. ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/dauerausstellung/die-dauerausstellung-des-memoriums-nuernberger-prozesse))
Adresse, Anfahrt, Parken und Barrierefreiheit
Die Adresse des Memoriums ist leicht zu merken und für die Navigation eindeutig: Bärenschanzstraße 72, 90429 Nürnberg. Die nächste U-Bahn-Haltestelle ist Bärenschanze auf der Linie U1, was den Besuch mit dem Nahverkehr besonders unkompliziert macht. Offiziell empfiehlt das Haus die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, weil es keine eigenen Besucherparkplätze gibt. Für Busse sind vor dem Hauptgebäude des Justizpalastes zwar drei Stellplätze vorgesehen, für PKW bestehen aber nur eingeschränkte Parkmöglichkeiten in den Seitenstraßen rund um das Justizgebäude. Gerade bei stärker frequentierten Besuchszeiten ist daher die U-Bahn oft die entspanntere Lösung. Wer mit dem Auto kommt, sollte also nicht mit einem großen Parkplatz direkt am Eingang rechnen, sondern die Anreise im Vorfeld entsprechend planen. ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/besucherinformation/adresse-anfahrt/))
Barrierefreiheit ist im Memorium ausdrücklich mitgedacht. Die Ausstellung ist barrierefrei besichtigbar, es gibt einen Personenaufzug und eine Toilette für Menschen mit Behinderung. Das Memorium ist zudem mit dem Zertifikat "barrierefrei" ausgezeichnet und von "Reisen für Alle" geprüft. Für gehörlose und schwerhörige Gäste steht ein Videoguide mit gebärdeten und untertitelten Beiträgen zur Verfügung, für blinde und sehbehinderte Besucherinnen und Besucher gibt es die Führung "Hören – Fühlen – Erfassen". Praktisch für den Rundgang sind auch die Schließfächer im Eingangsbereich und im Treppenhaus im zweiten Stock. Einen gastronomischen Betrieb gibt es im Haus derzeit nicht; in Laufweite finden sich jedoch verschiedene Imbisse und Cafés. Wer eine ruhige, gut organisierte Besichtigung schätzt, findet hier also einen historisch dichten Ort, der zugleich auf unterschiedliche Besuchsbedürfnisse vorbereitet ist. ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/))
Führungen, Mediaguide und digitale Angebote
Das Memorium setzt stark auf Vermittlung durch Führungen. Regelmäßig finden öffentliche Führungen statt, derzeit am Samstag um 11 Uhr und um 12.30 Uhr sowie am Sonntag um 14 Uhr. Darüber hinaus gibt es einen englischsprachigen Rundgang, einen Rundgang mit historischem Fokus auf das Justizgebäude und die Nürnberger Prozesse sowie barrierearme Führungen in leicht verständlicher Sprache. Die öffentliche Führung stellt Nürnberg und das Justizgebäude als historischen Gerichtsort vor, spannt den Bogen über den Nürnberger Prozess bis hin zum Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag und sollte, wie bei vielen Veranstaltungen, mit etwas Puffer besucht werden. Für Gruppen empfiehlt das Haus eine Reservierung mindestens drei Wochen im Voraus. Wer also mit mehreren Personen reist oder den Besuch in ein Bildungsprogramm integrieren möchte, sollte die Führung frühzeitig fest einplanen. ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/angebote/fuehrungen/))
Auch digital ist das Memorium gut aufgestellt. Der Mediaguide ist Teil der kostenlosen Museumsapp "Memorium Nuremberg Trials" und ergänzt den Rundgang durch weitere Informationen direkt auf dem Smartphone. Zusätzlich verweist das Haus auf ein Serious Game mit dem Titel Tribunal 45, das die Dauerausstellung erweitert. Diese digitalen Angebote sind für viele Gäste ein Pluspunkt, weil sie die Ausstellung nicht nur erklären, sondern auch vertiefen und personalisieren. Gerade bei einem historischen Thema wie den Nürnberger Prozessen ist das hilfreich, weil der Rundgang dadurch inhaltlich sehr vielschichtig wird, ohne unübersichtlich zu wirken. Wer das Haus ohne geführte Gruppe besucht, kann sich mit diesen Medien dennoch gut orientieren und einzelne Themenbereiche in eigenem Tempo erschließen. Das macht das Memorium sowohl für Erstbesuche als auch für vertiefende Wiederholungsbesuche attraktiv. ([museums.nuernberg.de](https://museums.nuernberg.de/memorium-nuremberg-trials/educational-services/services-individual-visitors?utm_source=openai))
Cube 600, Wechselausstellungen und Veranstaltungen
Zum Memorium gehört heute mehr als nur der historische Gerichtssaal. Mit dem Cube 600 hat das Haus gegenüber des Memoriums auf dem Gelände einer ehemaligen Kfz-Werkstatt einen zusätzlichen Ausstellungsort erhalten. Das Gebäude wurde im Stil eines White Cube instandgesetzt und schafft Raum für Wechsel- und Wanderausstellungen sowie für besondere Projekte und Veranstaltungen. Für die Besuchsplanung ist das interessant, weil der Schwerpunkt dort auf zeitlich begrenzten Themen liegt, die das historische Kernangebot sinnvoll ergänzen. Der Cube 600 ist damit kein bloßer Anbau, sondern ein flexibler Ort, an dem das Memorium aktuelle Debatten, Erinnerungsfragen und historische Perspektiven in wechselnden Formaten sichtbar macht. Der Raum bleibt zudem vorübergehend als Interimslösung in Nutzung, bis ein geplantes Besucherzentrum realisiert wird. ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/das-memorium/cube-600))
Aktuell weist die Website für den Sommer und Herbst 2026 die Ausstellung "Der Volksgerichtshof 1934-1945. Terror durch 'Recht'" aus, die vom 13. Mai bis 27. September 2026 gezeigt wird. Das passt zum Profil des Hauses, das immer wieder mit Veranstaltungsreihen, Vorträgen und historischen Themen aufwartet. Die offizielle Website führt außerdem ältere Wechselausstellungen im Cube 600 auf, etwa zu Fritz Bauer, Albert Speer, Rechtsterrorismus oder den Nürnberger Prozessen selbst. Wer nach Fotos sucht, wird im Pressebereich fündig: Dort stellt das Memorium historische und aktuelle Fotografien des Schwurgerichtssaals und der Ausstellung bereit. Für redaktionelle oder wissenschaftliche Nutzung ist das besonders praktisch, weil die Bildauswahl eng an den Themen des Hauses orientiert ist. So wird aus dem Besuch nicht nur ein Erinnerungsort, sondern auch ein Ort der Recherche und der aktuellen Auseinandersetzung mit Geschichte. ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/?utm_source=openai))
Besuchstipps, Dauer und praktische Hinweise
Wer das Memorium zum ersten Mal besucht, sollte die eigene Zeit realistisch planen. Die offizielle Besuchsinformation nennt für die Ausstellung eine Dauer von etwa eineinhalb bis zwei Stunden. Das ist ein guter Richtwert, wenn man die Dauerausstellung in Ruhe sehen, den Saal 600 mitnehmen und vielleicht noch den Mediaguide nutzen möchte. Besonders hilfreich ist außerdem die Empfehlung, den Besuch nicht zu spät am Tag zu beginnen, weil der letzte Einlass schon kurz vor Ende der Öffnungszeit liegt. Für Familien gilt: Das Memorium empfiehlt den Besuch grundsätzlich für Kinder ab 14 Jahren, nennt aber keine feste Altersgrenze. Eltern entscheiden also selbst, ob das Thema und die Form der Vermittlung schon passend sind. Für Schulklassen und Gruppen ist eine frühzeitige Abstimmung ohnehin sinnvoll, weil größere Gruppen sich vorab anmelden sollen und die Führungen nicht spontan gebucht werden sollten. ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/besucherinformation/rund-um-ihren-ausstellungsbesuch/?utm_source=openai))
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die inhaltliche Vorbereitung. Das Memorium weist ausdrücklich darauf hin, dass es bis auf wenige Ausnahmen keine originalen Unterlagen aus den Nürnberger Prozessen besitzt. Das Prozessarchiv des Internationalen Militärgerichtshofs befindet sich im Friedenspalast in Den Haag, die Unterlagen der Nürnberger Nachfolgeprozesse liegen in den National Archives der USA in College Park, Maryland. Wer sich also für Quellenarbeit interessiert, sollte das Memorium als didaktischen und historischen Erinnerungsort verstehen, nicht als Archiv im engeren Sinn. Gerade darin liegt aber seine Stärke: Es macht die Geschichte am authentischen Ort zugänglich und bietet zugleich Orientierung, Einordnung und mediale Vermittlung. Wer dazu noch Bilder, Leitungskontakte oder aktuelle Themen sucht, findet im offiziellen Presse- und Kontaktbereich verlässliche Informationen. Dort ist auch Nina Lutz M.A. als Leitung des Memoriums genannt. So entsteht ein klarer, gut organisierter Besuch, der sich gleichermaßen für geschichtlich Interessierte, Lehrkräfte, Gruppen und Einzelgäste eignet. ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/besucherinformation/oeffnungszeiten))
Quellen:
- Memorium Nürnberger Prozesse - Offizielle Website ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/))
- Öffnungszeiten | Memorium Nürnberger Prozesse ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/besucherinformation/oeffnungszeiten))
- Eintrittspreise | Memorium Nürnberger Prozesse ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/besucherinformation/eintrittspreise))
- Adresse und Anfahrt | Memorium Nürnberger Prozesse ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/besucherinformation/adresse-anfahrt/))
- Öffentliche Führungen | Memorium Nürnberger Prozesse ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/angebote/fuehrungen/))
- Wechselausstellungen im Cube 600 | Memorium Nürnberger Prozesse ([museen.nuernberg.de](https://museen.nuernberg.de/memorium-nuernberger-prozesse/das-memorium/cube-600))
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